Ein Tag eine Idee. Santos hatte mit seiner bisher besten Toilette in Brasilien bereits ordentlich gepunktet und es sollte wie gewohnt weiter hygienisch zugehen. Björn Gedankenblitz war zu spät. Im nächsten Jahr gibt es keinen Tourblog, sondern einen Bildband von den schönsten Aborten in ganz Brasilien. Dazu dann später mehr…
Aufgewacht in Wärme und Schweiß. Die Sonne meinte es wieder gut mit uns am letzten Showtag dieses Trips in ein fernes Land wo Milch und Honig fließen. Es ging nach tollem Frühstück hurtig ins Lollopalooza. Hier kam wieder ein großartiger Veranstalter auf die Idee 10 Bands an einem Tag spielen zu lassen und das ganze Clubshow zu nennen. Der Flyer mit Edding auf weißem Papier geschrammelt. Ich war zu Hause. Einige tolle Bands haben an diesem Tag gespielt. Stimmgeräte braucht man in Brasilien nicht. Da stimmt jeder sein Ding selbst und zusammen haben wir dann einen wunderschönes Zusammenspiel von unharmonischen Gitarren. Ein Ohrenschmaus von Bands, die das ganze Ding aber ernst meinen und wollen, darauf kommt es doch an! Der Raum füllte sich gut, als ich meinen Kram hochzimmerte und mal wieder 120volt auf dem Micro hatte. Ja, es war wieder soweit mein Thomann 2,49 Euro Windschutz, der auf dieser Tour “Lebensversicherung” hieß, auf das Micro zu schrauben. Herrlich, nur noch kleine Stöße, wenn man zu nah drankommt. Es war heiß und die Leute sangen mit. Sagenhaft. Deutsche Sprache. Gupffalsturma!
Raus aus dem Puff, rein in den Van. Das pimpert in Brasil ja alles so vor sich hin und auf einmal schießen die dich auf 180, wenn es dann schon eine Stunde nach dem eigenlichen Bus-Call ist. Sagenhaft, nass im Bus, tolle Leute dabei.
1 1/2 Stunden fahrt. Angekommen in Ferraz de Vasconcelos. Das letzte Mal in Brasil 2010. Ein wenig Trauer. Der Club ein AZ. Riesig und alles mit einer Gitarrenbox beschallt. Bassamps gab es ja eh nie! Der Sound würde wieder toll werden. Aber so mag ich’s ja
. Hier war auch jene Toilette, die es auf Seite 3 im Bildband geschafft hätte. Eine Tür, von der nur noch ein Rahmen bestand, die man aber abschließen konnte. Draußen saßen Damen und schauten dir beim Sitzpinkeln zu. Es ging erstaunlicherweise ganz gut
. Leute waren trotz 12. Band an diesem Tag noch gut dabei. Es wurde mitgemacht und reichlich Shirts gekauft. Un ahhh, es gab Freibier für die Bands! Großartig!
Anschließend gab es nur noch einen Weg. Das letzte Mal Habib’s! Das letzte Mal! Wir entschieden uns die Merchkasse ein wenig zu plündern und für die ganze Crew 100 Bibfischas (Anmerkung Soup: Bibs`fiha ihr wisst…diese kleinen mini pizzas mait hack, huhn oder spinat) zu kaufen. Die Kassiererin wollte nicht ganz glauben aber hackte die Zahl in den Computer. Draußen gegessen, da die den Laden nach unserer Bestellung schließen wollten, gesellten sich einige hiesige Obdachlose zu uns, um mit uns zu speisen. Cartman sagte es wäre “dangerous here”. Wir fragten die Obdachlosen “are you normal?” und dann war auch das Vertrauen hergestellt. Ein herrliches Mahl, unter Freunden und Leuten die ein Mahl verdient haben! Soup schenkte ihnen am Ende sogar noch die heiß verhandelte Flasche scharfe Sauce.
Gesättigt viel ich im Van in den Schlaf. Hatte ich mir doch fest vorgenommen heute Abend nicht ins Bett zu gehen, bevor die Flasche Vodka leer ist. Ich konnte sie nur noch anlächeln und schloss die Augen. Morgen nach Hause. British Airways haben doch Fernseher an den Sitzen, oder? Sicher David, gute Nacht Brazil!




























